Sicherheit ausbauen und Frauen stärken

Das Bedürfnis nach Sicherheit hat sich verstärkt. Das haben wir Grüne aufgenommen und werden die Sicherheit in Gießen verbessern. Dazu gilt es spezifische Maßnahmen zu ergreifen, um den Menschen und besonders Frauen mehr Sicherheit zu geben. In der Stadt Gießen wurden in den vergangenen Jahren bereits einige Schritte unternommen und zielgerichtete Maßnahmen auf den Weg gebracht.

„Uns ist es ein großes Anliegen die Angstorte in Gießen zu beseitigen und neuen vorzubeugen, um eine gesellschaftliche Teilhabe aller zu ermöglichen“, betont Vera Strobel, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion im Stadtparlament. Dazu haben wir eine Ideensammlung zur Umgestaltung von Angstorten per „Gießen direkt“ gestartet sowie einen Safety Walk mit Verwaltungsangestellten, Polizei und Presse zu all den Orten, die als Angstorte gelten, organisiert. Durch interne Fortbildungen und Workshops in der Verwaltung konnten bereits erste Verbesserungen an Orten wie der Sieboldstraßen-Unterführung erzielt werden. So wird bspw. das Gebüsch nun regelmäßiger zurückgeschnitten, die Beleuchtung ist heller, tote Winkel wurden durch Zäune aufgelöst und durch einen Spiegel ist von weiterer Entfernung mehr Einsicht geschaffen worden.

„Daraus resultierend haben wir den 5-Punkte-Plan für einen sicheren Heimweg und ein sicheres Nachtleben kürzlich im Stadtparlament verabschiedet, der Maßnahmen wie das Heimwegtelefon, Awareness-Konzepte in Clubs, das Frauen-Nachttaxi, Verbesserungen für Rad- und Fußverkehr sowie einen Halt auf Zuruf im ÖPNV vorsieht. Mit diesem Gesamtkonzept können wir viele verschiedene Aspekte des Nachtlebens in Gießen verbessern und sicherer gestalten“, ergänzt Jana Widdig, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion.

Seit dem 01. Juni können im Stadtbüro oder der Tourist Info die Gutscheine für das Frauen-Nachttaxi abgeholt werden. Es werden mit 5€ die nächtliche Taxifahrt von Frauen von Gießen aus nach Hause vergünstigt.

Bei der Diskussion um Sicherheit wird häufig der Blick nach Außen gerichtet. Ein sehr großer Bereich wird dabei jedoch außen vor gelassen. Die aktuellen Zahlen für 2023 zeigen, dass die häusliche Gewalt um 6,5% im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat und vergangenes Jahr über 250.000 Menschen in Deutschland betroffen waren. 70,5% der Opfer häuslicher Gewalt sind weiblich. Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung darauf reagiert hat und in Kürze bei der Polizei Schalter für von Gewalt betroffenen Frauen mit speziell geschulten Beamtinnen einrichten wird. Auch hier in Gießen haben wir um den Gewaltschutz für Frauen zu stärken, die Haushaltsmittel erhöht, sodass Frauen außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Frauenhäuser eine Unterbringungsmöglichkeit haben. Die Schaffung einer Stelle zur Umsetzung der Istanbul Konvention ist ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Um Gewalttaten zu melden, kontaktieren Sie bitte die Polizei (110), das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016), das Männertelefon (0800 1239900) oder wenden Sie sich an die Beratungsstellen und Frauenhäuser in Gießen vor Ort.

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