Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Jana Widdig, begrüßt die positive Bilanz der Stadt Gießen im Bereich der Kinderbetreuung. Aus der aktuellen Beantwortung einer Anfrage zur Kita-Situation geht hervor, dass seit 2021 insgesamt 90 neue U3-Plätze sowie 493 neue Plätze im Ü3-Bereich geschaffen wurden.
„Fast 600 zusätzliche Betreuungsplätze in nur wenigen Jahren sind ein starkes Signal für Familien in unserer Stadt“, betont Widdig. „Wir investieren gezielt in Bildungsgerechtigkeit und unterstützen Eltern dabei, Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren.“
Zur Schaffung neuer Plätze wurden insgesamt elf bestehende Kitas saniert oder erweitert. Darüber hinaus konnten seit 2021 sechs neue Kitas gebaut werden. „Diese Investitionen stärken nicht nur die Betreuungsinfrastruktur, sondern auch die Qualität der frühkindlichen Bildung in Gießen“, so stellvertretender Fraktionsvorsitzender Michel Zörb weiter.
Widdig hebt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den unermüdlichen Einsatz der Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich hervor: „Dass wir beim Ausbau der Kinderbetreuung so deutlich vorangekommen sind, ist maßgeblich ihrem kontinuierlichen Engagement und ihrer klaren Prioritätensetzung für Familien in unserer Stadt zu verdanken.“
Ein besonderer Fokus lag zudem auf Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Seit 2022 finanziert die Stadt zusätzliche alltagsunterstützende Kräfte zur Entlastung des pädagogischen Personals, refinanziert duale Studienplätze im Bereich Pädagogik und unterstützt die praxisintegrierte Ausbildung (PivA), wenn Bundes- oder Landesförderungen nicht greifen.
„Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen im Kita-Bereich. Gießen geht hier pragmatische und innovative Wege, um Personal zu gewinnen und langfristig zu halten“, erklärt Widdig.
Trotz weiterhin bestehender Bedarfe zeige die aktuelle Bilanz, dass Gießen beim Ausbau der Kinderbetreuung konsequent vorangehe. „Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen für alle Kinder in Gießen gute Bildungs- und Betreuungsbedingungen schaffen – verlässlich, qualitativ hochwertig und sozial gerecht“, so Zörb abschließend.